Einmaleins lernen: 10 Tricks, die wirklich helfen
Das kleine Einmaleins besteht aus 100 Aufgaben, aber Ihr Kind muss nicht alle einzeln pauken.
Mit ein paar Tricks schrumpft der Stoff deutlich, und vieles lässt sich aus wenigen sicheren Aufgaben ableiten.
Hier sind zehn Wege, die sich im Alltag bewährt haben.
Direkt üben: alle Reihen gemischt.
Jetzt übenDie 10 Tricks
1. Mit den leichten Reihen anfangen
Die 2er-, 5er- und 10er-Reihe kennen die meisten Kinder schon vom Zählen und vom Umgang mit Geld. Wer hier sicher ist, erlebt früh Erfolg und hat ein festes Fundament. Beispiel: 5 × 6 ist die Hälfte von 10 × 6, also die Hälfte von 60 = 30.
2. Kernaufgaben zuerst
Kernaufgaben sind die Aufgaben mit 1, 2, 5 und 10. Aus ihnen lassen sich fast alle anderen ableiten. Sitzen sie sicher, ist das Einmaleins zu einem großen Teil schon erschlossen. Beispiel: 1 × 7 = 7, 2 × 7 = 14, 5 × 7 = 35, 10 × 7 = 70.
3. Tauschaufgaben nutzen
Beim Malnehmen ist die Reihenfolge egal. Das halbiert den Lernstoff fast. Zeigen Sie das ruhig mit einem Punktefeld, das Sie einfach drehen. Beispiel: 7 × 8 ist dasselbe wie 8 × 7, beides ergibt 56.
4. Verdoppeln
Die 4er-Reihe ist die verdoppelte 2er-Reihe, die 8er-Reihe die verdoppelte 4er-Reihe. Auch die 6er entsteht aus der 3er. Beispiel: 2 × 7 = 14, also 4 × 7 = 28, also 8 × 7 = 56.
5. Nachbaraufgaben
Wer eine Aufgabe kennt, kennt auch ihre Nachbarn: einmal mehr oder einmal weniger dazu. So wird eine schwere Aufgabe zu einer leichten plus einem kleinen Schritt. Beispiel: 6 × 7 = 5 × 7 + 7 = 35 + 7 = 42.
6. Der 9er-Finger-Trick
Ihr Kind legt beide Hände mit zehn Fingern vor sich. Für 9 × 4 klappt es den vierten Finger von links ein. Links davon stehen drei Finger (Zehner), rechts sechs (Einer). Beispiel: 9 × 4 = 36.
7. Quadratzahlen als Anker
Die Aufgaben mit zwei gleichen Zahlen merken sich viele Kinder besonders gut. Sie dienen als feste Punkte, von denen aus man weiterrechnet. Beispiel: 7 × 7 = 49, also 7 × 8 = 49 + 7 = 56.
8. Kurz und täglich statt lang und selten
Fünf Minuten am Tag bringen mehr als eine Stunde am Wochenende. Das Gedächtnis festigt Wissen durch häufige Wiederholung mit Pausen dazwischen. Beispiel: jeden Morgen nach dem Frühstück eine Runde mit zehn Aufgaben.
9. Kein Zeitdruck am Anfang
Solange eine Aufgabe noch nicht sicher ist, blockiert Zeitdruck eher. Erst wenn Ihr Kind richtig rechnet, darf es schneller werden. Beispiel: Zuerst in Ruhe 6 × 8 über 5 × 8 + 8 herleiten, erst Wochen später auf Tempo üben.
10. Sichtbar machen, was sitzt
Kinder bleiben dran, wenn sie ihren Fortschritt sehen. Eine Übersicht zeigt außerdem, welche wenigen Aufgaben noch fehlen, statt immer alles zu wiederholen. Beispiel: Aus 100 offenen Feldern werden nach zwei Wochen 70 sichere.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, bis das Einmaleins sitzt?
Bei den meisten Kindern mehrere Monate. Das ist normal. Mit kurzen täglichen Übungen sitzen die Kernaufgaben oft nach einigen Wochen, die schwierigen Aufgaben der 6er-, 7er- und 8er-Reihe brauchen länger.
In welcher Reihenfolge lernt man die Reihen?
Bewährt hat sich: 2er, 5er und 10er zuerst, dann 4er und 3er, danach 8er und 6er durch Verdoppeln, dann die 9er mit dem Finger-Trick und zum Schluss die 7er.
Soll mein Kind das Einmaleins auswendig lernen oder verstehen?
Beides. Zuerst verstehen, damit Ihr Kind Aufgaben herleiten kann. Dann automatisieren, damit es die Ergebnisse später ohne Nachdenken abruft. Verständnis ist die Brücke, wenn etwas vergessen wurde.
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